Ein morscher alter Bootssteg
neben einem leeren Haus.
Dazwischen läuft ein Inselweg
zur uferlosen See hinaus.
Kühles tiefes schummerblau
umgibt den Flecken Land,
auf welchem einst die junge Frau
an jenem Bootssteg stand.
Der Wind strich immer durch ihr Haar
und wehte dann zum Schiff,
auf dem ihr Liebster trotz Gefahr
zurück fand durch das Riff.
Eines Tages fuhren sie dann
als Paar das Schiff hinaus
und legten seither nicht mehr an.
Es blieb ihr leeres Haus.
Sonntag, 13. April 2014
Freitag, 21. März 2014
Das schüchterne Gedicht
Muss ich mich reimen
um wortreich zu keimen?
Kann ich auch meinen
und reimen verneinen?
Wird dann wer weinen?
Wirds inhaltslos scheinen?
Oder kümmerts gar keinen?
Es ist mir egal.
Berührts auch nur einen
ganz eigen im kleinen
im innersten seinen,
dann kann ich gedeihen
und Freude verleihen.
Gedanken befreien.
um wortreich zu keimen?
Kann ich auch meinen
und reimen verneinen?
Wird dann wer weinen?
Wirds inhaltslos scheinen?
Oder kümmerts gar keinen?
Es ist mir egal.
Berührts auch nur einen
ganz eigen im kleinen
im innersten seinen,
dann kann ich gedeihen
und Freude verleihen.
Gedanken befreien.
Sonntag, 22. Dezember 2013
Perspektive
Hör die Buschtrommel
auf dem Asphalt,
den Herzschlag der Züge.
Die Hektik.
Die Kunst.
Das Gesetz.
Die Welt!
Das Geld in den Banken,
die verlornen Gedanken
der Träumer da draussen!
Sie haben Musikinstrumente,
einen Hut-
den Mut noch zu spielen,
als weggeworfene Spielfiguren
auf dem Schachbrett Stadt-
Schachmatt.
auf dem Asphalt,
den Herzschlag der Züge.
Die Hektik.
Die Kunst.
Das Gesetz.
Die Welt!
Das Geld in den Banken,
die verlornen Gedanken
der Träumer da draussen!
Sie haben Musikinstrumente,
einen Hut-
den Mut noch zu spielen,
als weggeworfene Spielfiguren
auf dem Schachbrett Stadt-
Schachmatt.
Dienstag, 10. September 2013
Der Keim
Streift ein Hauch der Hoffnung
auf einmal ein Gesicht aus Stein,
wird aus schleppend grauer Ordnung
heller, warmer Sonnenschein.
Unbedenklich sind Gedanken
ungetan und tief verschlossen.
Ruh'n vernünftig abgetan
und träumen unverdrossen.
Eines Tages sind sie frei
(oder hoffen es zu sein).
Bis dahin sei es einerlei,
erdachter Sonnenschein.
auf einmal ein Gesicht aus Stein,
wird aus schleppend grauer Ordnung
heller, warmer Sonnenschein.
Unbedenklich sind Gedanken
ungetan und tief verschlossen.
Ruh'n vernünftig abgetan
und träumen unverdrossen.
Eines Tages sind sie frei
(oder hoffen es zu sein).
Bis dahin sei es einerlei,
erdachter Sonnenschein.
Samstag, 10. August 2013
Zwei Wanderer
Von weitem schweift ein Dunst heran
durchzieht den furchen Fels
umfliesst die zwei Paar Stiefel
im grünlich, grauen Lehm.
Die Wolken brechen auf.
Sonnenblinzeln im Schilf.
Ein spiegelglatter blauer See,
gespreizte Schwanenschwingen.
Die Stiefelpaare stapfen weiter.
Man hört zwei Wanderer singen.
durchzieht den furchen Fels
umfliesst die zwei Paar Stiefel
im grünlich, grauen Lehm.
Die Wolken brechen auf.
Sonnenblinzeln im Schilf.
Ein spiegelglatter blauer See,
gespreizte Schwanenschwingen.
Die Stiefelpaare stapfen weiter.
Man hört zwei Wanderer singen.
Donnerstag, 25. Juli 2013
Phantasia
Entsteht aus blassem Wolkendunst
am Himmel ein Gesicht.
Es lächelt froh in tiefster Gunst
die Augen voller Licht.
Ein erblindeter Maler streckt die Hand
und ertastet die Rinde von Bäumen.
Malt in Gedanken bewaldetes Land
und beginnt bald von Feen zu träumen.
Indessen singt ein blauer Rabe,
ungewiss dieser besonderen Gabe,
im Giebel des Waldes ein Lied.
Der Maler hört's und spürt das Licht.
Die Rinde des Baumes am Gesicht,
versteht er, dass er sieht.
am Himmel ein Gesicht.
Es lächelt froh in tiefster Gunst
die Augen voller Licht.
Ein erblindeter Maler streckt die Hand
und ertastet die Rinde von Bäumen.
Malt in Gedanken bewaldetes Land
und beginnt bald von Feen zu träumen.
Indessen singt ein blauer Rabe,
ungewiss dieser besonderen Gabe,
im Giebel des Waldes ein Lied.
Der Maler hört's und spürt das Licht.
Die Rinde des Baumes am Gesicht,
versteht er, dass er sieht.
Samstag, 20. Juli 2013
"Hallo, Gen!"
Lichterlauschend steht das Kind
spät abends still am Fensterbrett
und späht ins Funkeln durch den Wind
(Die Eltern liegen längst im Bett).
"All die wunderbaren Sterne..."
Haucht es voller Zauber hinaus.
Dann schalten auch in weitster Ferne,
die Menschen ihre Lichter aus.
So wird es dunkel um das Kind
und's blickt noch einmal ganz geschwind,
suchend wo die Sterne sind,
zum rabenschwarzen Himmel.
spät abends still am Fensterbrett
und späht ins Funkeln durch den Wind
(Die Eltern liegen längst im Bett).
"All die wunderbaren Sterne..."
Haucht es voller Zauber hinaus.
Dann schalten auch in weitster Ferne,
die Menschen ihre Lichter aus.
So wird es dunkel um das Kind
und's blickt noch einmal ganz geschwind,
suchend wo die Sterne sind,
zum rabenschwarzen Himmel.
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