Donnerstag, 25. Juli 2013

Phantasia

Entsteht aus blassem Wolkendunst
am Himmel ein Gesicht.
Es lächelt froh in tiefster Gunst
die Augen voller Licht.

Ein erblindeter Maler streckt die Hand
und ertastet die Rinde von Bäumen.
Malt in Gedanken bewaldetes Land
und beginnt bald von Feen zu träumen.

Indessen singt ein blauer Rabe,
ungewiss dieser besonderen Gabe,
im Giebel des Waldes ein Lied.

Der Maler hört's und spürt das Licht.
Die Rinde des Baumes am Gesicht,
versteht er, dass er sieht.

1 Kommentar:

  1. Hallo. Durch zufall hier gelandet. Ich finde es gut :) Ein Nichtganzdichter, dass bin ich auch;)

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