Dem Wasser entspringt
ein Flüstern
ungehört im Nebelschleier
Ein Frosch erblickt
die Silbermünze
unter einem schwarzen Stein
Er blinzelt und versteht zugleich
das muss ein Wunder sein
Mittwoch, 17. Juli 2013
Freitag, 10. Mai 2013
Nocturne
Schritte klappen auf Asphalt.
Regenfäden rieseln nieder.
Laternenschauer lauert bald.
In den Gassen, Schattenlieder.
Singende Winde, schweigende Wände,
Schluchten von einsamer Tiefe.
Hauchender Atem, erklammende Hände,
ein Träumen als ob ich schon schliefe.
Der nächtliche Zauber tausender Seelen,
das Ruhen der täglichen Masse.
Das seiende Sein und das fehlende Fehlen,
in dem ich mein Spiegelbild lasse.
Regenfäden rieseln nieder.
Laternenschauer lauert bald.
In den Gassen, Schattenlieder.
Singende Winde, schweigende Wände,
Schluchten von einsamer Tiefe.
Hauchender Atem, erklammende Hände,
ein Träumen als ob ich schon schliefe.
Der nächtliche Zauber tausender Seelen,
das Ruhen der täglichen Masse.
Das seiende Sein und das fehlende Fehlen,
in dem ich mein Spiegelbild lasse.
Dienstag, 26. Februar 2013
Kultur
Wo finde ich denn bloss Kultur?
Ich such sie und vermute nur
zu wissen wo sie sich versteckt.
Vom Menschen scheinbar unentdeckt.
Ich such in Bildern, such in Worten,
such im Hören sie zu orten,
im Weltentaumel auf und nieder.
Find ich... und verlier sie wieder.
Nur im Insgesamten, da scheint sie zu bestehen.
Von weitem ganz im Kleinen,
droht sie unterzugehen.
Durch wissenschaftliche Missgunst,
als Ursprung allen Menschlichen,
gefangen im Reservat der Kunst.
So wird noch mancher wissensstur
und voller Einfalt fragen:
"Wo finde ich denn bloss Kultur?
Ich suche und vermut sie nur."
Ich such sie und vermute nur
zu wissen wo sie sich versteckt.
Vom Menschen scheinbar unentdeckt.
Ich such in Bildern, such in Worten,
such im Hören sie zu orten,
im Weltentaumel auf und nieder.
Find ich... und verlier sie wieder.
Nur im Insgesamten, da scheint sie zu bestehen.
Von weitem ganz im Kleinen,
droht sie unterzugehen.
Durch wissenschaftliche Missgunst,
als Ursprung allen Menschlichen,
gefangen im Reservat der Kunst.
So wird noch mancher wissensstur
und voller Einfalt fragen:
"Wo finde ich denn bloss Kultur?
Ich suche und vermut sie nur."
Donnerstag, 7. Februar 2013
Einfalt
Was wäre unsre Menschenheit
ohne die Vollkommenheit?
Wie unnatürlich schien das nur,
wenn Leben lebte ohne Uhr,
wenn Schönheit schönte voller Makel,
eine Chronik aus Gekrakel!
Unsre ganze Menschgeschicht!
Nein, so etwas gibt es nicht!
Man stell sich nur den Wildbach vor,
ohne seine Wellen.
Man stell sich einen Wachhund vor,
ohne grelles Bellen.
Man könnte gar nen Witz ersinnen,
ohne eine Pointe
Oder ein Gedicht,
das endet ohne Reim.
ohne die Vollkommenheit?
Wie unnatürlich schien das nur,
wenn Leben lebte ohne Uhr,
wenn Schönheit schönte voller Makel,
eine Chronik aus Gekrakel!
Unsre ganze Menschgeschicht!
Nein, so etwas gibt es nicht!
Man stell sich nur den Wildbach vor,
ohne seine Wellen.
Man stell sich einen Wachhund vor,
ohne grelles Bellen.
Man könnte gar nen Witz ersinnen,
ohne eine Pointe
Oder ein Gedicht,
das endet ohne Reim.
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Lebensraum
Wir träumen gern von schönen Dingen,
leben im Nebel der Vorstellungskraft.
Wir träumen von Liebe, beginnen zu singen,
gestalten die Welt, sie ist fabelhaft.
Die Wirklichkeit, als schwarzer Schleier,
packt uns, nennt sich Realität.
In ihr verstummt die kühnste Leier
damit die Welt nicht aus den Fugen gerät.
Doch Fugen, bloss als Zwischenraum
verstanden gibt es nicht im Traum.
Ein Traum ist stets gefüllt.
Und alle, die Wirklichkeit traumlos ertrugen,
die lebten ihr Leben bloss in seinen Fugen,
in Zweifel und Trübsal gehüllt.
leben im Nebel der Vorstellungskraft.
Wir träumen von Liebe, beginnen zu singen,
gestalten die Welt, sie ist fabelhaft.
Die Wirklichkeit, als schwarzer Schleier,
packt uns, nennt sich Realität.
In ihr verstummt die kühnste Leier
damit die Welt nicht aus den Fugen gerät.
Doch Fugen, bloss als Zwischenraum
verstanden gibt es nicht im Traum.
Ein Traum ist stets gefüllt.
Und alle, die Wirklichkeit traumlos ertrugen,
die lebten ihr Leben bloss in seinen Fugen,
in Zweifel und Trübsal gehüllt.
Dienstag, 27. November 2012
Was ist:
Was war, das ist.
Was ist, das wird.
Was wird, ist nicht.
Was nicht ist, kann aber noch werden.
Drum ist, was wird.
Drum war, was ist.
Drum ist, was ist.
Und alles andere ist
Mist.
Was ist, das wird.
Was wird, ist nicht.
Was nicht ist, kann aber noch werden.
Drum ist, was wird.
Drum war, was ist.
Drum ist, was ist.
Und alles andere ist
Mist.
Donnerstag, 15. November 2012
Das Stadtkind
In der Meute der Menschen von heute
sehen Gesichter aus wie Schatten.
Und Rufe erklingen wie Glockengeläute,
zerbreschen die eilenden Matten
Graue Seelen auf schwarzem Teer,
bunte Rebellen dazwischen.
Man rempelt ohne Gegenwehr
und hört den Hydraulik-Arm zischen.
"Was seh ich?" fragts in ängstlichem Ton
"Du siehst" ist die Antwort, "Zivilisation."
sehen Gesichter aus wie Schatten.
Und Rufe erklingen wie Glockengeläute,
zerbreschen die eilenden Matten
Graue Seelen auf schwarzem Teer,
bunte Rebellen dazwischen.
Man rempelt ohne Gegenwehr
und hört den Hydraulik-Arm zischen.
"Was seh ich?" fragts in ängstlichem Ton
"Du siehst" ist die Antwort, "Zivilisation."
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